Mitarbeitervertretung

Mittwoch, 26. April 2006

Tschüss Weihnachtsgeld !?!

"Vizepräsident des Landeskirchenamtes fordert dauerhafte Abschaffung des Weihnachtsgeldes

In einem Artikel in der Neuen Presse vom 21. April 2006 dringt der Vizepräsident des Landeskirchenamtes Dr. Krämer auf die dauerhafte Abschaffung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes. Er begründet dies mit der Finanzlage unserer Landeskirche. Laut seinen Aussagen beträgt das Defizit im Jahr 2005 51,5 Mio. €. Für das Jahr 2008 prognostiziert er bei Zahlung der Sonderzuwendungen ein Defizit von 45 Mio. €, ohne sollen es 15 Mio. € weniger sein.

Auch weiterhin spielt unsere Landeskirche mit verdeckten Karten. Immerhin soll durch die Sparbeschlüsse der Landessynode bis zum Jahr 2010 ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden. In diesen Beschlüssen ist die weitere Zahlung der Sonderzuwendungen mit eingerechnet. Und weiterhin verbucht unsere Landeskirche die Zinsgewinne, welche sie aus den nicht unerheblichen Rücklagen erzielt, nicht auf der Einnahmenseite, sondern führt sie direkt wieder der Rücklage zu. So dürfte der tatsächliche Rückgang der Rücklagen nur etwa die Hälfte des von der Landeskirche ausgewiesenen Defizits betragen."

Quelle: Gesamtausschuss

Dienstag, 11. April 2006

Gesundheitswesen Spitzenreiter beim Krankenstand


An jedem Tag des Jahres 2005 waren von 1.000 Beschäftigten 31 krankgeschrieben. Auch 2005 bestanden regionale Unterschiede zwischen den Bundesländern: In den westlichen Bundesländern (mit Berlin) beträgt der Krankenstand durchschnittlich 3,0 Prozent, in den östlichen Bundesländern 3,7 Prozent. Der Krankenstand der Männer lag 2005 mit 3,0 Prozent unter dem der weiblichen Versicherten (3,3 Prozent). Männer waren im Jahresdurchschnitt knapp elf Tage und Frauen fast zwölf Tage krankgeschrieben. 2005 dauerte ein Krankheits-Fall im Durchschnitt 11,3 Tage. Damit ist die durchschnittliche Erkrankungsdauer seit neun Jahren erstmals wieder gesunken und lag unter dem Ausgangswert von 1997 (11,5 Tage). Zugleich ist die Erkrankungshäufigkeit gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Auf 100 erwerbstätige DAK-Mitglieder kamen 100,1 Erkrankungsfälle. Im Vorjahr waren es noch 100,4 Fälle. Ursache für den Rückgang des Krankenstandes in 2005 ist eine stärkere Abnahme bei den Krankheitsfällen, die sich über mehr als sechs Wochen erstreckten. 2005 machten Langzeiterkrankungen 3,6 Prozent aller Erkrankungsfälle aus. Auf Grund der langen Erkrankungsdauer waren sie für mehr als 39 Prozent des Krankenstandes verantwortlich...
Mehr zum Thema und z.B. die wichtigsten Krankheitsarten oder Versorgungsdefizite gibt es im DAK-Gesundheitsreport.

Mittwoch, 22. März 2006

Ein neues Tarifrecht? Was kommt auf uns zu?

Quelle: Verband kirchlicher Mitarbeiter


Wenn es nach Wünschen der EKD gehen würde, sollte ein eigenes einheitliches kirchenspezifisches Tarifrecht für möglichst alle Landeskirchen eingeführt werden. Dies wurde uns auf einer Veranstaltung des KDA (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt) durch Herrn Fey (EKD) bestätigt.

In den Landeskirchen in Deutschland wird unterschiedliches Tarifrecht angewandt. Die einen haben sog. eigene Tarifverträge (Nordelbien), andere haben schon den neuen TVöD übernommen (ARK Baden hat die Anwendung des TVöD ab dem 01.01.2006 beschlossen) und andere kündigen gerade die bisherigen Tarifverträge (Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz / EKBO).

In den Landeskirchen in Niedersachsen sind die tarifrechtlichen Bestimmungen an denen des Landes Niedersachsen auszurichten. Aber was tun, wenn sich im Land Niedersachsen über Jahre nichts tut?

Wie allgemein bekannt ist, haben Verhandlungen zum BAT / TVöD für die Beschäftigten im Land Niedersachsen wegen mangelnder Kommunikationsbereitschaft über nahezu drei Jahre nicht stattgefunden.

Die Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeber im Land Niedersachsen, sich auf Einkommensverbesserungen der Beschäftigten einzulassen, ist weiterhin nicht erkennbar. Gekündigte Tarifverträge oder Tarifvertragsbestandteile zeigen eher das Gegenteil. Und die kommunalen Arbeitgeber haben sich den Nettigkeiten des Land Nds. schnell angepasst! Der Streik von ver.di Mitgliedern im öffentlichen Dienst war schließlich nicht unbegründet!!

Aufgrund der bisherigen Handlungsweise öffentlicher Arbeitgeber ist zu befürchten, dass auch in Zukunft weitere Kündigungen von Tarifvertragsbestandteilen folgen werden, die dann auch ihre Wirkungen im kirchlichen Bereich entfalten; unabhängig davon, ob das Tarifwerk BAT oder TVöD heißen wird. Eine verlässliche Regelung ist ein Tarifvertrag schon seit Jahren nicht mehr.

Ob eine Ausrichtung an den Bestimmungen des öffentlichen Dienstes weiterhin Sinn macht, wird auch unter Berücksichtigung dieses Aspektes beleuchtet werden müssen.

Der Entwurf eines neuen „kircheneigenen“ Tarifwerks, das bislang nur auf Arbeitgeberseite ohne Einbeziehung der beruflichen Vereinigungen erarbeitet worden ist, liegt - wie nicht anders zu erwarten - in wesentlichen Punkten erheblich unter den Regelungen des TVöD/ BAT und der Dienstvertragsordnung.

So z.B. die Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden (durch Dienstvereinbarung bis zu 43 Stunden möglich) ohne Vergütungsausgleich, Unkündbarkeit erst ab 50. Lebensjahr und 20 Beschäftigungsjahre (bisher 40/15), Absenkung der monatlichen Vergütung -insbesondere in den unteren Einkommensgruppen-, Wegfall des Urlaubsgeldes, Absenkung des Weihnachtsgeldes auf 60%, Besitzstandsbetrag bei Überleitung als statische Größe.

Die Kirchenleitungen der Konföderation werden in absehbarer Zeit der Arbeitnehmerseite in der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission (ADK) einen entsprechenden Beratungsentwurf vorlegen.

In Kenntnis dieses Papiers liegt die Vermutung nahe, dass von Anstellungsträgerseite der nächste Versuch gestartet wird, die Gesundung der kirchlichen Rücklagen zu Lasten der Kolleginnen und Kollegen weiter voran zu treiben!

Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um weitere Verschlechterungen für die Beschäftigten zu verhindern und angemessene Einkommensverbesserungen durchzusetzen.

Info des Gesamtausschusses zum Bild-Kommentar der Landesbischöfin

"Sehr geehrte Frau Landesbischöfin,

ich bin sehr enttäuscht von Ihnen über ihren Beitrag in der Bildzeitung!


Fühlen Sie sich denn gar nicht mehr an die "Gemeinsame Erklärung des
Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Katholischen
Bischofskonferenz zur wirtschaftlichen und sozialen Frage (S. 70ff)"
gebunden, in der klar ausgesagt wird, dass die vorhandene Arbeit auf
möglichst viele Köpfe verteilt werden soll. Angesicht von 5 Millionnen
Arbeitslosen, die Arbeitszeit ausweiten zu wollen, ist eine schreiende
Ungerechtigkeit!

Aber unsere Kirche will ja selbst so handeln: Ein Drittel der
Arbeitsplätze sollen abgebaut werden - gleichzeitig soll länger
gearbeitet werden.

Warum sprechen Sie nicht mit den Menschen, die dies nicht mehr hinnehmen
wollen?

Mit freundlichen Grüßen


Werner Massow
Vorsitzender des Gesamtausschusses
der Mitarbeitervertretungen der
Ev.-luth. Landeskirche Hannovers"

Mittwoch, 15. März 2006

Einigung für die Beschäftigten der Kommunen

"Nach viereinhalb Wochen Streik präsentierten der ver.di-Landesbezirk, die dbb tarifunion und der Kommunale Arbeitgeberverband heute Mittag in Hannover eine Einigung für die rund 120.000 kommunalen Beschäftigten in Niedersachsen... "
mehr bei verdi.de

Gefahr aus der Teeküche

"Der eine lagert dort seinen Joghurt, der andere seine Kaffeesahne und der nächste sein Wurstbrot. Dazwischen ruhen die Reste vom Vortag oder die übrig gebliebenen Getränke der letzten Geburtstagsrunde. Die Rede ist vom Kühlschrank, der in so manchen Betriebs-Teeküchen oft ein Schattendasein fristet. Nicht selten werden die Lebensmittel einfach vergessen, gären und schimmeln. Denn häufig fühlt sich keiner so richtig verantwortlich für die gemeinsam genutzte Küche..."

Den ganzen Artikel gibt es auf der Seite des DAK-Pressedienstes.
Mit Dank für den Hinweis an den Gesamtausschuss.

Montag, 13. März 2006

Neuer Superintendent gewählt


Der Kirchenkreistag des Kirchenkreises Holzminden-Bodenwerder hat einen neuen Superintendenten gewählt.
P. Wöhler aus Rinteln ( www.nikolai-rinteln.de ) wird Nachfolger von Herrn Frühling.



Berichte dazu:
Homepage des Kirchenkreises Holzminden-Bodenwerder
Täglicher Anzeiger Holzminden
Evangelischer Pressedienst/Landeskirche

Mittwoch, 8. März 2006

Solidarität mit den streikenden Kollegen im Öffentlichen Dienst

Presseerklärung der MAV Göttingen:

Die Mitarbeitervertretung des Ev.-luth. Kirchenkreises Göttingen solidarisiert sich mit den streikenden Kollegen im Öffentlichen Dienst

„Bisher waren sich die evangelische und die katholische Kirche darin einig, die vorhandene Arbeit auf möglichst viele Köpfe zu verteilen, um die Arbeitslosigkeit zu senken“, erklärt der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung Werner Massow.

„Ein Streik gegen die Verlängerung der Arbeitszeit und somit gegen die Ausweitung der Arbeitslosigkeit liegt voll auf der kirchlichen Linie“ ergänzt Massow. Dies kann auch in der „Gemeinsamen Erklärung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Katholischen Bischofskonferenz zur wirtschaftlichen und sozialen Frage“ nachgelesen werden (S. 70ff).

Da es nicht so oft vorkommt, dass tausende Frauen und Männer wochenlang bei Kälte und Schnee für zutiefst christliche Grundwerte auf die Straße gehen, muss sich die Kirche doch eigentlich freuen, meint die Mitarbeitervertretung. Wie aber erklärt sich das Schweigen der Kirchenleitungen zum Streik im Öffentlichen Dienst? Kann das Schweigen damit zusammenhängen, dass sie im eigenen Bereich Kürzungen durchsetzen wollen und in Konflikt mit ihren öffentlich verkündeten Werten kommen? So will die Landeskirche Hannovers massiv Stellen abbauen und zugleich die Arbeitszeit anheben.

Der stellvertretende Vorsitzende der Mitarbeitervertretung des Kirchenkreises Göttingen, Hilmar Ernst, richtet an die Landesbischöfin, Frau Dr. Käßmann, und an die örtliche Kirchenleitung folgenden Appell: „Kehren Sie um! Stellen Sie sich an die Seite der Menschen, die gegen die Arbeitszeitverlängerung kämpfen, weil sie Angst um Ihren Arbeitsplatz haben und weil sie nicht wollen, dass noch mehr arbeitslos werden!“

18 Minuten Mehrarbeit pro Tag bedeuten 1,5 Stunden Mehrarbeit pro Woche, die sich dann auf 2 Wochen Mehrarbeit im Jahr (selbstverständlich ohne zusätzliche Vergütung) aufsummieren. Die Erhöhung der Arbeitszeit auf 40 Std./Woche lässt einen bundesweiten Abbau von bis zu 250 000 Stellen im Öffentlichen Dienst erwarten. „In einem Land mit mehr als 5 Mio. Arbeitslosen kann deshalb die Ausweitung der Arbeitszeit, wie auch von der Landeskirche gefordert, nicht die Lösung sein“, so Ernst weiter.

Ein Gespräch der Kirchenleitungen mit den Streikenden wäre sicher ein gutes Zeichen für die Glaubwürdigkeit unserer Kirche. Auch die Kirche sollte sich öffentlich für den Erhalt von Arbeitsplätzen einsetzen!

Samstag, 4. März 2006

Vogelgrippe ? Rekordarbeitslosigkeit ? Atombombe im Iran ?


sind diese Themen zu langweilig oder schon ausreichend besetzt ? Womit könnte man sich als Hinterbänkler im Bundestag denn noch profilieren ?
"Bundestag will Klinsmann vorladen... Die FDP-Sportexpertin Miriam Gruß betonte, bei der WM gehe es um ein „nationales Anliegen“. „Weniger als 100 Tage vor der WM sollte Jürgen Klinsmann nicht mehr experimentieren müssen", sagte sie..."
mehr dazu u.a. bei Focus online

Donnerstag, 2. März 2006

Warum einfach wenns auch kompliziert geht ?!

"Im Tarifkonflikt um die Arbeitszeit bei den Kommunen hat am 1. März 2006 in Hamburg der ver.di-Landesbezirk mit den Arbeitgebern einen Abschlss erzielt. Demnach bleibt dort auch künftig die Arbeitszeit der Beschäftigten im Durchschnitt unter 39 Stunden pro Woche. Sie wird gestaffelt nach Entgeltgruppen und Alter. (Jüngere) Beschäftigte mit Kindern bis zu zwölf Jahren arbeiten jeweils eine halbe Stunde weniger..."
Quelle: www.verdi.de

Dienstag, 28. Februar 2006

"So ist wirklich kein Staat zu machen"

Kommentar von Heiner Müller, Bayerischer Rundfunk, Bayern 1, Treffpunkt München, 9. Februar 2006, 12.05 Uhr

"Die Arbeitslosen", so betont Hartmut Möllring von der Arbeitgeberseite, "werden für diesen Streik kein Verständnis haben." Nun, ich versuche mich gerade einmal in die Situation eines Arbeitslosen hineinzuversetzen, der auf Arbeitssuche ist. Als Krankenpfleger beispielsweise oder als Arbeiter bei einer Straßenmeisterei. Oder eine Frau, die dringend Arbeit bräuchte als Sekretärin; die deshalb nachfragt bei der Universität oder bei der Justiz.

Wird man diesen Arbeitslosen künftig sagen: "Ja, es schaut gut aus für Sie. Demnächst wird einiges frei, hier müssen nämlich alle länger arbeiten." Natürlich könnte so einen Unsinn kein einziger Personalchef sagen. Vielmehr wird die Antwort an den Arbeitssuchenden schlicht und einfach lauten: "Machen Sie sich bis auf weiteres keine Hoffnung. Freiwerdende Stellen werden nicht mehr besetzt, denn die Arbeitszeit wurde ja heraufgesetzt, damit die Leute, die noch drin sind, mehr arbeiten."

Wer also, wie Hartmut Möllring, der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft der deutschen Länder, die Arbeitslosen gegen die Gewerkschaft in Stellung bringen will, der spielt mit falschen Karten. Oder er hat schon in der Grundschule im Rechenunterricht nicht aufgepasst.

Nehmen wir nur einmal an, in der Straßenmeisterei müssen – damit alles funktioniert – in der Woche 3850 Stunden geleistet werden. Bei der jetzigen Arbeitszeit von 38,5 Stunden braucht man dazu also genau 100 Arbeiter. Müsste jeder dieser 100 Arbeiter künftig aber 42 Stunden arbeiten, dann könnte die gleiche Arbeit statt von 100 eben von nur noch 91 Arbeitern geleistet werden. Neun Arbeitsplätze fielen weg. Das ist so, mit der Mathematik kann man nicht diskutieren.

Gut, werden Sie jetzt vielleicht sagen, das mag ja sein. Aber mit den öffentlichen Haushalten kann man erst recht nicht diskutieren, mit denen kann man ja schon seit Jahren keinen Staat mehr machen.

Auf den ersten Blick ist das richtig. Die öffentlichen Kassen sind nicht nur leer – wir bauen auch noch riesige Schuldenberge auf.

Aber ein Naturereignis, ein unabwendbares Schicksal ist das nicht. Dass mit unseren öffentlichen Finanzen kein Staat mehr zu machen ist, hängt vielmehr damit zusammen, dass weite Kreise in unserem Land einfach keinen Staat mehr machen wollen.

Über viele Jahre hinweg haben wir – und zwar quer durch die Parteien hindurch – das hohe Lied vom schlanken Staat gesungen. Das, was unser Land in den Nachkriegsjahrzehnten so stark und lebenswert machte, nämlich ein gut funktionierendes Gemeinwesen, das wurde schlecht geredet, als Ballast empfunden, als Hemmschuh für die Entfaltung der freien Kräfte des Marktes.

Und deshalb wurde es plötzlich modern, überall die Steuern zu senken, am deutlichsten übrigens bei den Reichen und Superreichen. Der Spitzensteuersatz, der beim legendären CDU-Wirtschaftminister Ludwig Erhard noch bei 53 Prozent gelegen hatte, wurde erst unter Kohl und dann unter Schröder von 53 auf 42 Prozent gesenkt.

Ein anderes Beispiel: Allein durch die Körperschaftssteuerreform sollten 2002 rund acht Milliarden Euro hereinkommen. Tatsächlich kam nicht nur nichts, sondern der Finanzminister musste großen Konzernen sogar noch drei Milliarden zurückzahlen.

Oder die Mehrwertsteuer: Seit Jahren weisen die Fachleute auf gigantischen Missbrauch hin, der für den Staat Ausfälle in zweistelliger Milliardenhöhe zur Folge hat.

Man muss nicht mehr solcher Beispiele nennen, um zu sehen, wo die wirkliche Ursache unserer Finanzkrise ist. Nicht die Ausgaben der öffentlichen Hand sind explodiert, sondern die Einnahmen wurden systematisch heruntergefahren. In der naiven Hoffnung, das private Kapital würde die Zurückhaltung des Staates honorieren, würde also freudig investieren und Arbeitsplätze schaffen.

Nichts davon ist eingetroffen. Statt der Zahl der Arbeitsplätze steigen nun die auch noch steuerbegünstigten Gewinne immer weiter – zurück bleiben die Arbeitslosen und ein immer ärmerer Staat. Und der will jetzt in seiner selbstgeschaffenen Finanznot auch noch die Arbeitszeit verlängern, wodurch die Arbeitslosigkeit noch weiter ansteigen würde.

Wenn die Gewerkschaften gegen diese irrwitzige Logik zum Streik aufrufen, haben sie mehr als recht. Denn so ist wirklich kein Staat zu machen.

Dienstag, 21. Februar 2006

Heizölpreise


Hier bieten wir mal einen Link-Tipp: Für Interessierte gibts es eine sehenswerte Seite, auf der die Heizölpreise tagesaktuell dargestellt und in Bezug zu den Vorjahren gesetzt wird. Hilft vielleicht beim kalkulieren des nächsten Öl-Einkaufs: http://www.tecson.de/pextern.htm

Donnerstag, 16. Februar 2006

Gutes Geld für gute Arbeit Teil II

Wir im Januar berichteten veranstaltete die Gewerkschaft ver.di einen bundesweiten Aktionstag im Kirchenbereich. Der Gesamtausschuss berichtet auf seiner Homepage über den Verlauf der Unternehmung.

Sonntag, 12. Februar 2006

Schwule Pinguine widerstehen schwedischen Damen


Nur um mal aufzuzeigen, dass wir und unsere Interessenverbände nicht die einzigen mit Problemen sind: Neben der "Welt" und dem "Spiegel" berichtet u.a. auch die Ärztezeitung darüber: Männliche Pinguine im Zoo von Bremerhaven bebalzen sich / Wütende Proteste aus aller Welt

"Kommunale Arbeitgeber informieren falsch" ?!

"in seinen aktuellen Rundschreiben vom Januar
2006 verbreitet der Kommunale Arbeitgeberverband
Niedersachsen (KAV) Fehlinformationen
über die Folgen seiner Kündigung
der Vorschriften über die regelmäßige wöchentliche
Arbeitszeit im Tarifvertrag öffentlicher
Dienst (TVöD). Wir stellen diese Fehlinformationen
richtig!", so behauptet zumindest die ver.di-Landesbezirksleitung Niedersachsen-Bremen in einer aktuellen Information. Wer sich hierüber ein Bild machen möchte: Download Info ver.di

Mittwoch, 1. Februar 2006

Angst um den Arbeitsplatz gefährdet die Gesundheit


"Wie das wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) in einer repräsentativen Befragung ermittelt hat, kann die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes krank machen. Die Ergebnisse der Untersuchung werden im "Fehlzeitenreport 2005" vorgestellt.

Im "Fehlzeiten-Report 2005" werden die aktuellen Ergebnisse der Untersuchung zu den Auswirkungen von Personalabbau und Arbeitsplatzunsicherheit auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Produktivität der Beschäftigten vorgestellt. Die Untersuchung stellt dar, dass durch die fortschreitende Deregulierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes unsichere und prekäre Formen der Beschäftigung zugenommen haben. Für viele Arbeitnehmer ist das Vertrauen in sichere Beschäftigungsperspektiven erschüttert. Dies hat gravierende Auswirkungen für die Beschäftigten und das Klima in den Unternehmen. Der Fehlzeiten-Report untersucht, welche Folgen sich daraus für den Einzelnen und die Gesellschaft ergeben.
Der "Fehlzeiten-Report 2005" wird vom WIdO in Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld herausgegeben. Das WIdO bietet online umfangreiche Informationen und verschiedene Downloads an."
Quelle: Gesamtausschuss der MAVen

Freitag, 27. Januar 2006

"Entscheidung in der S-Frage"


"In der S-Frage naht die Entscheidung": mit dieser orginellen, an die sog. "K-Frage" angelehnten Überschrift ( die uns dazu veranlasst hat, doch mal ein Bild unserer Bundeskanzlerin auf dieser Seite zu veröffentlichen ), berichtet der TAH über die bevorstehende Entscheidung, wer neuer Superintendent des Kirchenkreises Holzminden-Bodenwerder werden könnte. Einen wortgleichen Artikel gibt es auch auf der Homepage des Kirchenkreises.

Donnerstag, 26. Januar 2006

TV-Tipp !?!

Im ARD-Magazin "Kontraste" ( 26.1., 21.45 Uhr ) wird u.a. ein Bericht mit dem Titel "Scheinheilig - Kirchen fordern mehr Mitbestimmung, nur nicht für die eigenen Angestellten" gesendet. Lassen wir uns überraschen...
Kontraste im Internet

Mittwoch, 25. Januar 2006

Unwort des Jahres 2005

"Entlassungsproduktivität" ist gestern zum Unwort des Jahres 2005 gewählt worden. Begründung: "Dieses Wort bezeichnet eine gleichbleibende, wenn nicht gar gesteigerte Arbeits-und Produktionsleistung, nachdem zuvor zahlreiche für "überflüssig" gehaltene Mitarbeiter entlassen wurden. Es verschleiert damit die meist übermäßige Mehrbelastung derjenigen, die ihren Arbeitsplatz noch behalten konnten, was oft auch mit dem ebenfalls beschönigenden Wort von der 'Arbeitsverdichtung' umschrieben wird. Aber auch die volkswirtschaftlich schädlichen Folgen der personellen Einsparung, die Finanzierung der Arbeitslosigkeit, werden mit diesem Terminus schamhaft verschwiegen." Quelle: www.unwortdesjahres.org

Montag, 23. Januar 2006

Neues von unseren Arbeitnehmerorganisationen

Nachdem der Verband kirchlicher Mitarbeiter seinen zweimonatigen Winterschlaf beendet hat, teilt er auf seiner Homepage mit, dass er sich zusammen mit dem Mitarbeitervertretungsverband und ver.di über die Anzahl der Sitze pro Organisation in der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission geeinigt hat. Ver.di und der MVV-K sind werden erstmals in diesem Gremium vertreten sein.