Mitarbeitervertretung: Streik
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Freitag, 4. März 2011

Streikrecht?!

Der MVV-K berichtet auf seiner Homepage über ein Urteil des LG Hamm, nachdem auch kirchliche Mitarbeiter streiken dürfen.
Ausserdem gibt es ein Info von Ver.di dazu: pdf

Freitag, 14. Januar 2011

Doch Streikrecht in kirchlichen Einrichtungen?

Der Gesamtausschuss nimmt ein Urteil des Landesarbeitsgerichtes Hamm auf, wonach ein Streikrecht in kirchlichen Einrichtungen doch nicht generell ausgeschlossen ist: Link

Link zum Urteil

Samstag, 6. März 2010

"Gott kann man nicht bestreiken"

Der Vorstandssprecher der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Pfarrer Günther Barenhoff, zum Urteil des Arbeitsgerichts Bielefeld, dass das Streikverbot für Mitarbeiter von Kirche und Diakonie bestätigte.
(Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/922/505127/bilder/?img=1.0)

Donnerstag, 4. März 2010

Kein Streikrecht in der Kirche?!

"Das Arbeitsgericht Bielefeld hat entschieden: Mitarbeiter von Kirche und Diakonie dürfen weiterhin nicht streiken. Der Grund: Ihre Tarife wurden meistens nach einem arbeitsrechtlichen Sonderweg ausgehandelt."

Berichte hierzu:
wdr.de - Wirtschaft
WDR 5 - Audio
mvv-k - Presseerklärung von ver.di

Donnerstag, 31. Mai 2007

50 Jahre Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

"Der Streik um Lohnfortzahlung bei Krankheit begann am 24. Oktober 1956 in Schleswig-Holstein und entwickelte sich zum längsten Arbeitskampf in Deutschland seit 1905. Mehr als 34 000 Beschäftigte der Metallindustrie erstreikten nach 114 Tagen einen Tarifvertrag, der die Arbeiterinnen und Arbeiter bei Krankheit besser absicherte, da nun der Lohn bei Krankheit weitergezahlt wurde. Damit wurde ein Grundstein für die heutigen tarifvertraglichen und gesetzlichen Regelungen zur Lohnfortzahlung bei Krankheit gelegt."
Wer mehr darüber wissen möchte:
- Wikipedia
- Friedrich-Ebert-Stiftung

Mittwoch, 8. März 2006

Solidarität mit den streikenden Kollegen im Öffentlichen Dienst

Presseerklärung der MAV Göttingen:

Die Mitarbeitervertretung des Ev.-luth. Kirchenkreises Göttingen solidarisiert sich mit den streikenden Kollegen im Öffentlichen Dienst

„Bisher waren sich die evangelische und die katholische Kirche darin einig, die vorhandene Arbeit auf möglichst viele Köpfe zu verteilen, um die Arbeitslosigkeit zu senken“, erklärt der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung Werner Massow.

„Ein Streik gegen die Verlängerung der Arbeitszeit und somit gegen die Ausweitung der Arbeitslosigkeit liegt voll auf der kirchlichen Linie“ ergänzt Massow. Dies kann auch in der „Gemeinsamen Erklärung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Katholischen Bischofskonferenz zur wirtschaftlichen und sozialen Frage“ nachgelesen werden (S. 70ff).

Da es nicht so oft vorkommt, dass tausende Frauen und Männer wochenlang bei Kälte und Schnee für zutiefst christliche Grundwerte auf die Straße gehen, muss sich die Kirche doch eigentlich freuen, meint die Mitarbeitervertretung. Wie aber erklärt sich das Schweigen der Kirchenleitungen zum Streik im Öffentlichen Dienst? Kann das Schweigen damit zusammenhängen, dass sie im eigenen Bereich Kürzungen durchsetzen wollen und in Konflikt mit ihren öffentlich verkündeten Werten kommen? So will die Landeskirche Hannovers massiv Stellen abbauen und zugleich die Arbeitszeit anheben.

Der stellvertretende Vorsitzende der Mitarbeitervertretung des Kirchenkreises Göttingen, Hilmar Ernst, richtet an die Landesbischöfin, Frau Dr. Käßmann, und an die örtliche Kirchenleitung folgenden Appell: „Kehren Sie um! Stellen Sie sich an die Seite der Menschen, die gegen die Arbeitszeitverlängerung kämpfen, weil sie Angst um Ihren Arbeitsplatz haben und weil sie nicht wollen, dass noch mehr arbeitslos werden!“

18 Minuten Mehrarbeit pro Tag bedeuten 1,5 Stunden Mehrarbeit pro Woche, die sich dann auf 2 Wochen Mehrarbeit im Jahr (selbstverständlich ohne zusätzliche Vergütung) aufsummieren. Die Erhöhung der Arbeitszeit auf 40 Std./Woche lässt einen bundesweiten Abbau von bis zu 250 000 Stellen im Öffentlichen Dienst erwarten. „In einem Land mit mehr als 5 Mio. Arbeitslosen kann deshalb die Ausweitung der Arbeitszeit, wie auch von der Landeskirche gefordert, nicht die Lösung sein“, so Ernst weiter.

Ein Gespräch der Kirchenleitungen mit den Streikenden wäre sicher ein gutes Zeichen für die Glaubwürdigkeit unserer Kirche. Auch die Kirche sollte sich öffentlich für den Erhalt von Arbeitsplätzen einsetzen!